Geschichte der Druiden
Die Druiden waren eine kultische und geistige Elite der keltischen Gesellschaft. Priester, Philosophen, Astronomen, Rechtsgelehrte und Heiler – in Personalunion. Vieles, was wir heute über sie wissen, stammt aus römischen und mittelalterlich-christlichen Quellen; die Archäologie stützt einzelne Aspekte dieser Überlieferung.
Aufgaben in der keltischen Gesellschaft
Druiden übernahmen rituelle Aufgaben und Weissagung, waren Gelehrte und Ratgeber der Herrschenden, und gehörten zur Oberschicht ihrer Kultur.
Vom 2. Jh. v.Chr. bis in die Spätantike
Mit der Romanisierung Galliens nahmen Einfluss und Sichtbarkeit der Druiden stark ab. In mittelalterlich-irischen Quellen finden sich verwandte Figuren wie die „Filid" – Dichter-Gelehrte mit langer Ausbildung, die das kulturelle Gedächtnis pflegten.
Neuzeitliches Druiden-Revival
Seit dem 18. Jahrhundert entstanden – getragen von der Romantik – moderne Druidenorden. Sie knüpfen weniger an tatsächliche keltische Praxis an als vielmehr an humanistische Ideale der Aufklärung.
